Friedenau

Friedenau wurde am 9. November 1874 selbständige Gemeinde, es entstand aus einer 1871 auf Wilmersdorfer Gebiet gegründeten Landhauskolonie. Sein Name leitete sich vom Frankfurter Frieden her, der den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 beendete. Als der eigentliche Begründer von Friedenau gilt der Schriftsteller David Born. Er übernahm die Direktion des im Juli 1871 gegründeten "Landerwerb- und Bauverein auf Aktien", der die Landhauskolonie anlegte. Zunächst sind nur Villen und Landhäuser errichtet worden, erst ab 1890 entstanden die ersten Mietshäuser. Der Ort fand nach seiner Gründung rasch Anschluss an das Berliner Verkehrs-, Kanalisations- und Energienetz. Im März 1894 wurde Friedenau ein eigener Amtsbezirk. Eingemeindungsbestrebungen mit Schöneberg scheiterten am Widerstand des Kreises Teltow. 1920 bildete Friedenau mit Schöneberg bei der Entstehung der Einheitsgemeinde Berlin den 11. Verwaltungsbezirk Schöneberg, da der Name Schöneberg-Friedenau nicht genehmigt wurde. Seit der Bezirksfusion 2001 gehört es zum Bezirk Tempelhof-Schöneberg.

 

Lefèvrestraße

Robert Lefèvre, * 9.7.1843, + 14.5.1905, Geheimer Kanzleirat, Kommunalpolitiker.

Lefèvre war einer der ersten Einwohner Friedenaus. Als Mitglied des Haus- und Grundbesitzervereins gehörte er 1885 bis 1887, 1891 bis 1892 und 1900 bis 1902 der Gemeindevertretung an, ab 1900 dem Gemeindevorstand. In der Gemeindevertretung verwaltete er den Bereich Armenwesen und gehörte dem Waisenrat an. Lefèvre gründete 1887 einen Kirchenbauverein, um für Friedenau eine eigene Kirche zu bauen, die 1893 eingeweiht wurde. 1901 gehörte er dem Kuratorium zum Bau eines Friedenauer Gymnasiums an, das 1903 eingeweiht wurde. Er wohnte zuletzt in der Schmargendorfer Straße 12. Sein Grab befindet sich in Berlin auf dem Friedenauer Friedhof Südwestkorso.

 

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