Nehmt der Polizei die Tacker weg!
Ein „schwerer“ Arbeitsunfall in meiner Kanzlei veranlasst mich heute mal in eigener Sache an die Öffentlichkeit zu treten. Bei dem Versuch eine staatsanwaltliche Ermittlungsakte bestehend aus 5 Blatt (!!) von mindestens 18 Heftklammern (!!) zu befreien, hat sich meine getreue Mitarbeiterin, den gerade manikürten Fingernagel am Daumen irreparabel beschädigt und mußte diesen mittels eines Pflasters notdürftig versorgen, was zur Folge hatte, dass ihre Produktivität um mindestens 25 % sank, die Motivation hingegen mußte sogar eine Einbuße von über 50 % hinnehmen.
Ein „schwerer“ Arbeitsunfall in meiner Kanzlei veranlasst mich heute mal in eigener Sache an die Öffentlichkeit zu treten. Bei dem Versuch eine staatsanwaltliche Ermittlungsakte bestehend aus 5 Blatt (!!) von mindestens 18 Heftklammern (!!) zu befreien, hat sich meine getreue Mitarbeiterin, den gerade manikürten Fingernagel am Daumen irreparabel beschädigt und mußte diesen mittels eines Pflasters notdürftig versorgen, was zur Folge hatte, dass ihre Produktivität um mindestens 25 % sank, die Motivation hingegen mußte sogar eine Einbuße von über 50 % hinnehmen.
Dieser Vorfall zeigt auf, wie gefährlich es in einer Rechtsanwaltskanzlei doch zugehen kann, denn die Gefahr lauert in jeder Akte, insbesondere in polizeilichen Ermittlungsakten. Hier wird getackert was das Zeug hält und vor allem was der Tacker hergibt.
Wie bereits erwähnt kamen auf fünf Blatt Ermittlungsakte insgesamt 18 stählerne Heftklammern, die zuvor von einem fleißigen Polizeibeamten im „Papierstapel“ versenkt wurden. Für die Anfertigung von Kopien ist es leider für uns Anwälte unumgänglich, dass diese Heftklammern entfernt werden, damit sich das Kopiergerät nicht in seine Einzelteile aufgelöst.
Warum aber wird regelmäßig - bei dieser erwähnten Akte handelt es sich um KEINE Ausnahme - eine Überzahl von Heftklammern eingesetzt um der Papierflut der polizeilichen Ermittlungsorgane Herr zu werden? Hätte es nicht eine geschickt platzierte Büroklammer oder ein einfacher Heftstreifen auch getan? Manch eine Anwaltssekretärin vermutet hier gar einen gezielten Angriff auf ihre Person oder soll gar die Verteidigung in der Ausübung ihrer Rechte behindert werden?
Ich fordere daher: „Nehmt der Polizei die Tacker weg!“ und habe hierzu eine eigene Facebookgruppe gegründet, der sich jeder Sympathisant oder auch Leidtragende anschließen kann.
Die – vor allem seelischen – Schmerzen meiner Sekretärin konnten im übrigen mit einem Nagelstudiobesuch auf Kanzleikosten gerade noch geheilt werden.
Hat dieser Artikel Ihr Interesse geweckt oder besteht Beratungsbedarf? Für Rückfragen steht Ihnen die Rechtsanwaltskanzlei Jeroch selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung.
© August 2010 www.jeroch.de
Freitag 05. August 2011
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