Kein Internet = Schadensersatz

Irgendwie kennt das doch jeder. Der Browser wird gestartet oder es sollen noch schnell die neuesten Emails über das Handy abgerufen werden und dann …. nichts als eine Fehlermeldung.

Wenn dann auch noch wertvolle Lebenszeit in stundenlangen Warteschleifen der allseits beliebten Telekommunikationsunternehmen vergeudet wird und man geradezu darauf wartet, dass die Polizei an der Tür klingelt weil einer der vielen „Facebookfreunde“ eine Vermisstenanzeige gestellt hat, dann stellt sich ein seelischer unfassbar großer Schmerz ein.

Der BGH hatte nun ein Einsehen und hat – das ist neu – dem Grunde nach einen Schadensersatzanspruch auch für den privaten Lebensbereich zuerkannt. Denn bis dahin galt, wer keinen Schaden hat, der hat auch keinen Schadensersatzanspruch. Mittlerweile sei das Internet aber mehr als ein bloßes Kommunikationsmedium und stelle von daher ein zentrales Wirtschaftsgut dar, welches auch aus dem privaten Lebensbereich nicht mehr wegzudenken sei.

Auch wenn der gefühlte Schaden wohl bis ins Unermessliche reicht, wird sich der Schmerzensgeld-  ähh Schadensersatzanspruch an den Bereitstellungskosten eines funktionierenden, gleichwertigen Internet- bzw. Handyanschlusses orientieren.

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