Ich habe da mal was vorbereitet …

… sprach der Mandant und legte mir sichtlich stolz sein bereits selbst an die Bußgeldbehörde verfasstes Schreiben vor, in welchem wortreich erklärt wird, warum sich das Auto so Fehlerhaft im Straßenverehr verhalten hat und wer dafür ja eigentlich so überhaupt nicht verantwortlich ist.

In solchen Fällen ist auch ein noch so findiger Anwalt leider machtlos. Zwar könnte man den Mandanten noch für geistig unzurechnungsfähig erklären und sein Schreiben anfechten, wenn allerdings die Führerscheinbehörde davon Wind bekommt, dürfte es mit der motorisierten Fortbewegung endgültig aus und vorbei sein.

Später wurde mir dann beiläufig der Bußgeldbescheid mit nur (!!) 60,- € präsentiert. Kein schlechtes Ergebnis für jemanden ohne Jurastudium. Mein Hinweis, sich doch auch mal die Rückseite des behördlichen Schreibens anzusehen, kam dann nicht mehr so gut an und gab meiner Zunft wieder eine gewisse Daseinsberechtigung.

Was drei Punkte in Flensburg so alles ausmachen können.

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