Die Krux mit den Pfandautomaten

Wer kennt das nicht?  Vorzugsweise samstags quetschen wir uns gemeinsam mit unseren – oft ebenfalls gut gelaunten – Mitbürgern durch diverse Supermärkte um die heimischen Vorräte wieder aufzufüllen. Mit einer wiederkehrenden Regelmäßigkeit kann bereits an den am Eingang stehenden Pfandautomaten „bewundert“ werden wie sich die Laune oftmals dem Gefrierpunkt nähert.

Ein Pfandautomat ist auch nur ein Computer und nicht jede Flasche „schmeckt“ ihm und so wird das eine oder andere Exemplar wieder aussortiert, obwohl die Verpackungskennzeichnung diese eindeutig als eine Pfandflasche ausweist.

Viele Menschen glauben daher, dass beschädigte, verdreckte oder gar zerdrückte Pfandflaschen nicht mehr zurückgegeben werden können und werfen diese achtlos weg. Damit tut er zwar dem Hersteller einen großen Gefallen, allerdings ist die Annahmestelle auch weiterhin verpflichtet, beschädigte Pfandflaschen gegen Rückzahlung des Pfandes zurückzunehmen. Auch wenn der Pfandautomat nicht so will wie er sollte und man den Fortschritt verflucht, lohnt sich doch der Gang zu einem „echten“ Mitarbeiter des Supermarktes oder direkt zum Marktleiter.

Ist auf der Verpackung noch zu erkennen, dass es sich um eine Pfandflasche handelt und wird diese vom Supermarkt geführt, so ist der Händler verpflichtet diese gegen Auszahlung des Pfandes zurückzunehmen.

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